Was Sie über Terrassenbau wissen sollten:

Planung:

Nichts ist wichtiger, als sich vor Baubeginn einer Terrasse Gedanken über einige Fragen zu machen.

Was erwarte ich von der Terrasse?  Wie soll sie aussehen? Wie wird die Terrasse benutzt?

Sind mir  natürliche Materialien wichtig, oder bevorzuge ich pflegeleichtere Kunststoffprodukte? Kann ich mit vergrautem Holz leben? Welche baurechtlichen Besonderheiten muss ich beachten? Welchen Untergrund habe ich? Trau ich mir den Bau selbst zu oder lasse ich das lieber machen? Was kostet das Ganze? Was muss ich beachten?

Wenn Sie zu uns ins Holzland Schweizerhof nach Vaihingen/Enz kommen, werden Sie als erstes gefragt: „Haben Sie einen Plan oder eine Skizze? Oder haben Sie Bilder von der Stelle, an welcher die Terrasse gebaut werden soll? Mit Bildern und Skizzen, natürlich mit Maßen, können wir Ihnen dann gezielt bei der Auswahl von Terrassendeck, Unterkonstruktion und Befestigungssystem Vorschläge machen und ein Angebot erstellen.

Wasser:

Das Wichtigste bei allen Bauten im Freien:  Das Wasser muss weg.

Wasser ist der größte Feind: Ohne Wasser gäbe es keine Probleme mit der Haltbarkeit. Wasser ist dafür verantwortlich, dass Pilze und Algen Bedingungen zum Wachsen finden und eine Konstruktion schädigen. Man kann natürlich Wasser im Freien nicht vermeiden, außer es wird ein Dach über die Terrasse gebaut. Nun ist Holz kaum anfällig gegen Pilze, wenn das Holz nach einer Befeuchtung wieder schnell trocknen kann. Es gibt Beispiele von Holzfassaden, welche ohne Holzschutz 100 Jahre alt sind.  Eine Terrasse wird natürlich viel stärker belastet, als eine senkrechte angeordnete Fassade.

Durch konstruktiven Holzschutz kann aber das Nässeproblem wesentlich reduziert werden. Staunässe entsteht, wenn z.B. die Unterkonstruktion direkt auf einer Betonplatte oder eine Terrassendiele direkt auf der Unterkonstruktion liegt. Wasser läuft in den kleinen Zwischenraum und das Holz bleibt an dieser Stelle zu lange nass, eine ideale Brutstätte für holzzerstörende Pilze.  Es gibt sehr viele Details um Staunässe zu vermeiden und das Trocknen zu beschleunigen. Zum Beispiel reduzieren Unterlagen aus Kunststoff oder Gummi die Wasseraufnahme von Holz ebenso, wie Ölen der Fläche  und Wachs an den Stirnenden. Wo ölige oder wachshaltige Mittel aufgebracht sind, kann weniger Wasser eindringen. Ganz ungünstig sind einbetonierte Pfosten, weil sich das Wasser im Betonloch anreichert und schlecht ablaufen kann. Wasser muss sicher ablaufen können.

Gefälle:

Die einfachste Methode das Wasser von der Oberfläche wegzubekommen ist ein Gefälle in Dielenrichtung. Je mehr desto besser, mindestens 2%.  Ein Gefälle steht aber oft den ästhetischen Vorstellungen entgegen. Eine Terrassendiele parallel zur Wand verlegt, sieht vielleicht schöner aus, kann aber nicht mit Gefälle ausgeführt werden, weil der Anschluss an der Hauswand ja horizontal verlaufen soll, und ist deshalb nicht empfehlenswert. Besser ist ein Dielenverlauf von der Hauswand weg mit der Entwässerung (Gefälle) zum Garten hin.

Ohne Gefälle bleiben auf den Dielen Wasserpfützen stehen, welche nur für Pilze und Algen gut sind. Beim Austrocken bilden sich zudem  unschöne Wasserflecken durch das Antrocknen von in Wasser gelöstem Schmutz. „Wasser weg vom Bau“ gilt auch für das Gefälle unter der Terrasse. Das Wasser darf dort auf keinen Fall stehen bleiben.

Abstände:

Aus ästhetischen Gründen, sowie oft aus Unwissen werden Konstruktionen im Freien mit zu geringen Abständen konstruiert. Holz hat aber die Eigenschaft durch Wasseraufnahme und Abgabe zu quellen und zu schwinden. Zwischen Winter und Sommer können das bis zu 5 % sein.

Eine Terrassendiele mit 140 mm Breite kann also z.B.  ein Maß von 136 mm bis 143 mm annehmen.

Dazu kommt, dass Holz nur in Dicke und Breite schwindet, der Länge nach aber nicht. Deshalb sind auch Gehrungen (45 Grad-Anschnitte) entweder nur  im Sommer oder im Winter passend. Das ist leider so. Gehrungen bei Terrassen sollten deshalb vermieden werden.

Jeder Hersteller gibt für seine Produkte verschiedene Abstandsmaße vor, abhängig von den Materialeigenschaften und den Maßen der Terrassendielen. Hier einige Beispiele:

Abstand Betonfundament zur Unterkonstruktion: mindestens 10 mm

Abstand zwischen Unterkonstruktion und Terrassendielen: 4-8 mm

Abstand zu Hauswänden oder festen Begrenzungen: 10 - 20 mm

Fugenabstand zwischen den einzelnen Dielen: 4 - 8 mm.

Der Abstand bei einem Längsstoß von zwei Dielen sollte 5 - 10 mm betragen. Der Längsstoß darf aber nicht auf einer Unterkonstruktion liegen. Denn wenn sich die Unterkonstruktion rechts und links eng neben dem Längsstoß befindet, kann das Wasser besser ablaufen.

Die Befestigungsschrauben sollten mindestens 50 mm vom Dielenende entfernt sein, damit die die Diele nicht reißt.

Der Abstand zwischen der Unterkante des Terrassendecks und dem Untergrund sollte mindestens 60 mm betragen. Nur so ist eine Durchlüftung unterhalb der Terrasse und damit ein Feuchteabtransport möglich.

Abstände bei Unterkonstruktionen:

Der Abstand zwischen 2 Unterkonstruktionen ( Achsmaß ) ist  abhängig von der zu verlegenden Terrassendiele. Beispiele:

HQ Vollprofil WPC ( WPC = Wood-Polymer-Composite ) 20 mm stark:  40 cm,

Megawood Vollprofil WPC 21 mm stark : 50 cm,

Holz (Bangkirai, Douglasie, Kiefer KDI) 25 mm stark: 50 cm,

Holz 40 mm stark: 80 cm.

Die einzelnen Stangen der Unterkonstruktion müssen in bestimmten Abständen unterstützt werden (Auflagepunkte).  Der Abstand zwischen diesen Auflagepunkten hängt vom  Material (WPC, Holz, Alu) und von der Querschnittsgröße des einzelnen Profils ab. Beispiele:

Holz 45 x 70 mm: 60 cm Abstand,

WPC 40 x 60: 50 cm Abstand,

Holz 90 x 90 mm: 100 cm Abstand,

Alu 40 x 60 x 3: 110 cm Abstand,

Alu 60 x 40 x 3: 150 cm Abstand.

Bei Aluminium können gegenüber WPC also 2 von 3 Auflagepunkten gespart werden.

Das macht den Mehrpreis von Alu wieder wett.

Aluminium: die optimale Unterkonstruktion

Da Aluminium als Unterkonstruktion eine größere Festigkeit besitzt, kann der Abstand zwischen den Auflagepunkten größer sein. Ein weiterer Vorteil ist die sehr großen Dauerhaftigkeit. Eine Alu-Unterkonstruktion hält also mehrere Beläge aus. Unsere 6 Meter langen Rechteckrohre sind zudem absolut gerade und einfach auszurichten. Durch die geringere Anzahl der Auflagepunkte werden auch die Vorarbeiten, wie das Anlegen der Fundamente deutlich reduziert.

Die Profile von Holzland Schweizerhof sind alle anthrazitfarbig pulverbeschichtet, so dass nichts silbrig durch die Fugen der Terrasse blitzt.

Höhenverhältnisse:

Konträr diskutiert wird der Höhenabstand von der Oberkante des Terrassenbelags  zu der Türschwelle der Terrassentür.

Die DIN 18195 schreibt hier 15 cm vor. Aber wer will schon eine Terrasse, welche 15 cm tiefer liegt? Als Ausnahmeregelung lässt diese Norm, unter bestimmten Bedingungen, auch nur 5 cm zu.

Z.B. wenn  eine Entwässerungsrinne vor der Tür eingebaut wird. Das Eindringen von Wasser über das Abdichtungssystem der Türe muss auf jeden Fall verhindert werden.

Nach der DIN 18025/18024 (barrierefreies Bauen) sind Schwellen an Türen aber grundsätzlich zu vermeiden. Diese Forderung kann aber nur durch ausreichend große Vordächer oder Fassadenrücksprünge erfüllt werden. Wer also von innen nach außen das gleiche Niveau haben will, wird um ein ausreichend großes Vordach oder einen Fassadenrücksprung nicht herumkommen.

Wird eine Terrasse in einer Höhe von über 65 cm über dem Boden gebaut, machen die

Landesbauordnungen einige Vorgaben, wie Statik, Geländer oder Baugenehmigung. 

Wir, das Holzland-Team  beraten Sie gerne in unserem Standort in Vaihingen/Enz im Ortsteil Enzweihingen, Rieter Straße 63. In unserer Ausstellung erwarten Sie ca. 50 verschiedene Terrassendecks. Die Technik der verschiedensten Unterkonstruktions- und Befestigungssysteme wird ausführlich erklärt. Bei uns werden Sie kompetent und ehrlich beraten.

Damit Ihre Terrasse schön wird.

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

Ihr Holzlandteam Schweizerhof