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Terrassendielen aus Holz oder WPC?

Eine Terrasse aus Holz stellt immer noch den perfekten Ort dar, um an den schönen Tagen Sonne und frische Luft zu genießen. Lange Zeit waren Dielen aus Holz das Non-Plus-Ultra für Gemütlichkeit im Freien, doch seit einiger Zeit machen die sogenannten WPC-Terrassendielen von sich reden. Als Holzfachhandel für die Region Pforzheim, Ludwigsburg und Vaihingen, der traditionell Terrassendielen in seinem Programm hat, werden wir von unseren Kunden natürlich oft ausgefragt zu diesen Produkten. Was ist WPC eigentlich, was sind die Unterschiede zu Terrassendielen aus massivem Holz, und wann sollte man welche Sorte wählen? Im Folgenden haben wir einmal ein bisschen „systematisiert“, um Ihnen einen ersten Einblick zu gewähren.

Unsere Themen im Überblick:

  • Wissenswertes zu Terrassendielen aus Holz
  • Hintergrundinfos zu WPC-Dielen
  • Was spricht für WPC, was für konventionelle Holzdielen?
  • Exkurs: „Vergrauen“ von Terrassendielen 

Wissenswertes zu Terrassendielen aus Holz 

Terrassendielen aus Holz sind ein Klassiker. Doch wenn sich die Terrassendielen oft ähneln, sind die Unterschiede gewaltig. Das wichtigste Unterscheidungskriterium besteht in der jeweiligen Holzart, welche sich vor allem auf die Langlebigkeit auswirkt, aber auch im Preis niederschlägt. Der größte „Feind“ von Holz, vor allem, wenn es weiterverarbeitet wurde und nicht mehr als Baum in der Erde steht, ist Feuchtigkeit. Die abgebrochenen morschen Äste, die man beim Waldspaziergang finden kann, sprechen eine deutliche Sprache. Da eine Holzterrasse nun das gesamte Jahr der Witterung ausgesetzt ist und man sie im Gegensatz zu Gartenmöbeln schlecht im Gartenhaus verstauen kann, ist eine robuste Holzsorte das A und O. Und die Wetterfestigkeit der einzelnen Holzsorten unterscheidet sich deutlich! Terrassen aus Holz sind ein Naturprodukt. Holz ist ökologisch einwandfrei, ist CO2-neutral, kann leicht verarbeitet werden und besitzt eine große statische Festigkeit. Bei Sonneneinstrahlung und hohen Temperaturen fühlt sich Holz nicht heiß an. Einheimische Hölzer wie Kiefer oder Fichte sind zwar günstig, haben aber nur eine begrenzte Dauerhaftigkeit und müssen mit der sogenannten Kesseldruckimprägnierung wetterfest gemacht werden. Die heimische Lärche bietet schon eine bessere Resistenz durch ihren hohen Harzanteil, welcher sie u.a. gegen Pilze und Schädlinge schützt. Dauerhafter ist die ursprünglich aus Nordamerika stammende, aber mittlerweile in Deutschland forstlich angebaute Douglasie, welche ohne Imprägnierung auskommt. Besonders resistent sind Hölzer aus Übersee. Die Bäume müssen in diesen Regionen mit besonderen klimatischen Herausforderungen umgehen und verfügen über große Widerstandswerte gegen Schädlinge und Feuchtigkeit. Hier seien beispielhaft Bangkirai und Garapa genannt. (Diese und weitere gehören zu unserem Terrassendielen-Sortiment.)

Seit einigen Jahren werden einheimische, von Natur aus wenig resistente Hölzer, wie Esche oder Kiefer in thermischen Verfahren bei hoher Hitze vergütet.  Diese „Thermohölzer“ sind durch die Behandlung so resistent wie Tropenhölzer, ganz ohne Einsatz von Giftstoffen.

Bei CMT-Terrassendielen (chemisch modifizierte Terrassendielen) wird das Holz zur Resistenzverbesserung chemisch behandelt, z.B. durch Acetelyrierung oder Behandlung mit Furfurylalkohol. Bei CMT-Produkten wird die Festigkeit des Holzes nicht verringert.

Insgesamt lässt sich sagen, dass man sich genau überlegen sollte, was man für Erwartungen an seine neue Holzterrasse hat. Wer an seinen Terrassendielen besonders lange Freude haben möchte, sollte sich durchaus eine Investition in langlebige Hölzer (oder WPC) überlegen. Wie stark die Terrasse Beanspruchungen und Publikumsverkehr sowie der Witterung ausgesetzt ist, sollte ebenfalls in Ihre Kalkulation mit einfließen. 

Tipp: Achten Sie bei hochwertigen Terrassendielen auch auf eine langlebige Unterkonstruktion, am besten aus Aluminium!

Hintergrundinfos zu WPC-Dielen

WPC steht für Wood Plastic Composites, oder Wood(-fiber) Polymer Composites, was im Grunde genommen das gleiche bedeutet. Hier wird ein hoher Anteil an Holzspänen oder –mehl mit Kunststoffen verarbeitet. Das Resultat sind Terrassendielen, welche die gleiche optische und haptische Anmutung wie Holz haben, diesem gegenüber aber einige Vorteile vereinen. Zuerst einmal sind WPC-Dielen sehr widerstandsfähig, vergleichbar mit den edelsten Terrassenhölzern. Gleichzeitig „vergrauen“ WPC-Terrassendielen erheblich weniger als reine Holzdielen. Sie sind absolut pflegeleicht und im Gegensatz zu Holzdielen ein echtes Barfußprodukt, bei dem man kaum Splitter befürchten muss. WPC lässt sie einfach mit Holzwerkzeugen verarbeiten. Quellen und Schwinden, wie man es von Holzdielen kennt, ist hier wesentlich geringer ausgeprägt. Die Längenausdehnung ist bei WPC-Dielen einzuplanen.

Was spricht für WPC, was für konventionelle Holzdielen?

Wer auf Pflegeleichtigkeit und lange Haltbarkeit setzt, aber keine Lust hat, seine Terrasse regelmäßig behandeln zu müssen, um die Farbe zu erhalten, für den stellen WPC-Terrassendielen sicherlich eine attraktive Alternative zur Holzdiele dar. Allerdings empfehlen wir, auf bewährte Hersteller zu setzen, da es auch hier durchaus Qualitätsunterschiede gibt, z.B. in Punkto Kunststoffanteil etc. Es gibt WPC-Dielen mit Hohlkammerprofil und massive Dielen, wobei die massiven Dielen sicherlich eine größere Haltbarkeit mitbringen, aber auch schwerer sind (Stichwort Transport / Verarbeitung). Wir empfehlen, nur massive WPC-Dielen zu verwenden, weil dadurch die Problematik „Gefrieren von Kondensat“ in der Hohlkammer entfällt.

Sicherlich ist es auch eine Philosophiefrage, wenn man sagt, man bevorzugt das „reine Naturmaterial“, also massive Holzdielen. Die Optik ist sicherlich noch eine Spur „natürlicher“ als die von WPC-Dielen. Bei geringeren Ansprüchen an die Lebensdauer sind „Einsteigerhölzer“ wie Kiefer KDI oder Lärche günstiger als WPC-Dielen. Ökologisch wertvoll sind beide, wenn das Holz aus verantwortungsvollem Anbau stammt. 

Exkurs: „Vergrauen“ von Terrassendielen 

Terrassendielen aus Holz beeindrucken oft durch tolle markante Holzfarben. Jedoch sollte sich jeder im Klaren sein: In spätestens einem Jahr sehen alle Terrassendielen gleich aus, wenn man sie nicht pflegt, nämlich silbergrau. Die UV-Strahlung der Sonne lässt das Holz eine graue Patina bilden. Dies geschieht prinzipiell bei allen Holzarten und wirkt sich auf die Optik aus, nicht aber auf die Stabilität der Terrasse. Viele unserer Kunden schätzen auch den natürlichen grauen Terrassenton. Doch gerade, wer ein schönes exklusives Terrassenholz verwendet, möchte dessen charakteristische Farbe gerne erhalten. Dies ist mit regelmäßiger Pflege kein Problem – natürlich finden Sie auch bei uns die entsprechenden Öle und Lasuren. Wer diesen Aufwand jedoch scheut, sollte über WPC-Dielen nachdenken, bei denen der Vergrauungsprozess erheblich geringer ausfällt (dass diese „überhaupt nicht“ vergrauen, können wir allerdings nicht bestätigen).