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Materialien für die Terrasse im Vergleich: ein Ratgeber

Die Terrasse aus Holzdielen erfreut sich seit jeher großer Beliebtheit. Die natürliche Holzoptik verbinden wir mit Behaglichkeit, gleichzeitig passt sie perfekt zur Natur des eigenen Gartens. Zur klassischen Terrassendiele aus Holz haben sich in der jüngeren Zeit einige verwandte Produkte hinzugesellt, welche die angenehmen Seiten einer Holzdiele verbinden mit den Vorteilen eines modernen Verbundwerkstoffs. Prominentestes Beispiel sind hier WPC-Dielen, doch mittlerweile gibt es noch einige andere interessante Alternativen als Terrassenmaterial. Erfahren Sie mehr darüber in unserem Ratgeberartikel! Die Themen:

Materialien für die Terrasse

  • Holz
  • Thermoholz
  • WPC
  • BPC
  • Co-extrudierte Oberflächen

Entscheidungsfaktoren beim Kauf Ihrer neuen Terrassendielen

  • Resistenz und Lebensdauer
  • Reinigungs- und Pflegeaufwand

Zusätzliche Themen:

  • Oberflächenprofil
  • Luft- und Kammertrockung
  • Barfußeignung 

Materialien für die Terrasse

Holz

Dieser natürliche Werkstoff findet klassischerweise Anwendung bei Gartenholzprodukten, auch bei Terrassendielen hat er sich bewährt. Allerdings richten sich nicht nur Aussehen, sondern auch Haltbarkeit und Witterungsbeständigkeit erheblich nach der spezifischen verwendeten Holzart und auch nach der Qualität des Holzes. Die Spanne ist derart groß, dass Terrassendielen aus Holz die ganze Palette vom günstigsten Einstiegsholz bis zum edelsten Terrassenholz abdecken. Die günstigsten Terrassenhölzer sind kesseldruckimprägnierte einheimische Nadelhölzer (Kiefer KDI und Fichte KDI). Die auch in Europa heimisch gewordene Douglasie bietet durch ihre Holzinhaltsstoffe eine gewisse Resistenz gegenüber Pilzen und kommt dadurch ohne Holzschutz aus. (Es muss aber mit einer etwas geringeren Gebrauchsdauer gerechnet werden als bei KDI- oder Harthölzern). Mit dem Begriff „Hartholz“ sind alle Hölzer gemeint, die durch ihre enge Gefäßstruktur eine hohe Festigkeit und damit Robustheit aufweisen, allerdings auch ein höheres Gewicht. Ihre Herkunft liegt vor allem in Überseeländern. Das verbreitetste dieser Harthölzer ist Bangkirai. (Es ist bis zu Längen von 497cm im Holzland Schweizerhof lagermäßig verfügbar. Als Sichtseite stehen geriffelte oder genutete, aber auch glatte Oberflächen zur Verfügung.)

Aber auch Holzarten wie Garapa oder Ipé sind als Terrasse sehr geeignet. Einheimische geeignete Hartholzarten sind Robinie oder Eiche. Diese sind aber nicht immer in den gewünschten Längen und der gewünschten Qualität lieferbar. Eiche neigt zu Auswaschung der Eichen-Lohe, was zu starken Verfärbung von angrenzenden Bauteilen führen kann.

Thermoholz

Die sogenannten thermisch modifizierten Hölzer überzeugen mit hohen Widerstandswerten und einem geringen Quell- und Schwindverhalten. Durch ein spezielles Hitzeverfahren – mit Wasserdampf und ganz ohne schädliche Chemie – erhalten ökologisch wertvolle, einheimische Hölzer (klassisch: Esche) höchste Resistenzwerte und einen attraktiven dunklen Farbton. Allerdings ist Thermoholz etwas spröder, weshalb bei der Unterkonstruktion auf geringere Abstände geachtet werden muss. Um den dunklen Farbton vor dem Vergrauen zu schützen, braucht es wie bei allen Terrassendielen aus Holz regelmäßige Pflege.

WPC

Die Abkürzung WPC steht für Wood Polymer Composites und bezeichnet einen Werkstoff, der gewonnen wird aus einem hohen Anteil Holzfasern (50-75 %), Kunststoff und Additiven. Mit der Verbindung von Holzoptik und besten Haltbarkeitswerten punkten WPC-Terrassendielen beim Verbraucher und erfreuen sich großer Beliebtheit. WPC-Terrassendielen vergrauen erheblich weniger als Holzdielen und benötigen nicht die sonst obligatorische Holzpflege mit entsprechenden Ölen. Wir empfehlen bei WPC-Terrassendielen, unbedingt massive Dielen zu wählen und nicht mit Hohlkammerprofil, da dies immer Probleme mit eindringender Feuchtigkeit bzw. gefrierendem Kondensat geben kann. Die Eigenschaften von WPC hängen in erster Linie vom verwendeten Kunststoff und dem Holzanteil im Produkt ab. Je höherwertiger der Kunststoff, desto weniger ist davon notwendig, um die Terrassendiele zu produzieren. Ist der Kunststoffanteil hoch und der Holzanteil gering, ist das Produkt weicher und statisch weniger stabil und kratzempfindlicher, dafür aber lichtechter. Ist der Holzanteil hoch und der Kunststoffanteil gering, ist die Statik wesentlich besser und das Produkt kratzunempfindlicher. Dielen mit höherem Holzanteil brauchen ein paar Monate, bis sie ihre endgültige Farbe erreichen (Farbreifung).

BPC

Bei Terrassendielen aus dem Verbundstoff BPC wird statt Holzfasern Bambus verwendet, ein schnellwachsendes Gras mit einer sehr guten Ökobilanz. BPC-Dielen überzeugen mit einer hohen Lichtbeständigkeit, sind aber ansonsten in Ihren Eigenschaften ziemlich identisch mit WPC-Terrassendielen. Auch hier gilt der Hinweis auf die Unterschiede bei der Produktqualität! Sowohl Terrassen aus BPC als auch WPC heizen sich bei Sonneneinwirkung mehr auf als Terrassendielen aus Holz – abhängig vom Kunststoffanteil. 

Co-extrudierte Oberflächen

Eine Verbesserung der Terrassendielen aus Verbundwerkstoffen geschieht durch die sogenannten co-extrudierten Oberflächen. Die allseitige Ummantelung mit Kunststoff macht sie deutlich unempfindlicher gegen Verschmutzungen, Fett und (stehende) Feuchtigkeit. Sogar eine Terrassenkonstruktion ohne das sonst übliche leichte Gefälle ist bei bestimmten Terrassendielen-Ausführungen möglich!

Entscheidungsfaktoren beim Kauf Ihrer neuen Terrassendielen

Die Frage nach der für Sie passenden Terrassendiele bzw. -material beinhaltet viele Aspekte, angefangen bei Ihrem geplanten Budget über die gewünschte Lebensdauer bis hin zum Pflegeaufwand, den man bereit ist zu leisten. Auch ökologische Fragen haben für viele unserer Kunden eine hohe Bedeutung, oder der Stellenwert eines 100 % natürlichen Materials im Vergleich zu Verbundwerkstoffen. 

Resistenz und Lebensdauer

Die Lebensdauer einer Terrasse hängt von vielen Faktoren ab, von denen die klimatischen Einflüsse sicherlich die wichtigsten sind. Aufgrund des Klimawandels – heiße Sommer, mehr Niederschläge im Winter – haben sich die Ansprüche an eine Terrasse erhöht. Sowohl die Witterungsbedingungen unserer Region als auch die Lage Ihrer Terrasse (Nord, Süd, Ost oder West) spielen eine Rolle, denn Feuchtigkeit ist der größte Feind von Terrassendielen. Bei Holzterrassen mit geringer Resistenz ist die Lebenserwartung logischerweise auch geringer. Das größte Risiko für die Terrasse ist eine Überfeuchtung der Konstruktion durch Wasser. Bei dauerhaft höheren Feuchtigkeiten gedeihen holzzerstörende Pilze besonders gut. Deshalb ist es so wichtig, sich schon bei der Planung sich mit der Abführung des Wassers und der Vermeidung von eindringendem Wasser zu beschäftigen. (Die Fachberater im Holzland Schweizerhof helfen Ihnen da gerne.) Dies bezieht sich übrigens auch auf die Unterkonstruktion – ein oft vernachlässigtes Thema, mit unangenehmen Folgen. (Im Holzland Schweizerhof setzen wir auf Unterkonstruktionen aus Aluminium. Es gibt Profile von 20x50mm bis 80x120mm vorrätig, alle anthrazitfarbig beschichtet, damit später nichts silbrig durch den Terrassenbelag schimmert.) Ein weiterer Faktor ist der „Publikumsverkehr“ auf der Terrasse. Eine Terrassenüberdachung wiederum wirkt sich positiv aus auf die Lebensdauer! 

Die Fachberater des Holzfachhandels betrachten Ihre Bedingungen vor Ort und geben Ihnen eine Empfehlung, abhängig von Ihrem Budget und Ihren Vorstellungen in Bezug auf die Lebensdauer.

Reinigungs- und Pflegeaufwand

Immer weniger Menschen sind bereit, bei Terrassendielen, aber auch in anderen Bereichen, einen großen Pflegeaufwand zu betreiben. Die verfügbare Zeit ist entweder knapp, oder man möchte sich lieber angenehmeren Dingen widmen – was wir gut verstehen können! Deshalb ist es auch nicht überraschend, dass sich Terrassendielen aus Verbundwerkstoffen, wie wir sie hier vorgestellt haben, einer großen wachsenden Beliebtheit erfreuen, da diese im Gegensatz zu Terrassendielen aus Holz nicht regelmäßig geölt werden müssen (bzw. sollten). Den gesparten Aufwand an Zeit und Geld für die Pflege bei WPC/BPC-Dielen etc. sollten Sie übrigens in Ihre Kalkulation mit einfließen lassen, wenn Sie die verschiedenen Terrassenmaterialien und Preise vergleichen!

Zusätzliche Themen: Oberflächenprofil, Luft- und Kammertrockung, Barfußeignung 

Ohne Zweifel ist die Suche nach der perfekten Terrassendiele durchaus komplex. Natürlich möchten Sie nicht mehr Geld ausgeben als Sie müssten – aber gleichermaßen soll die neue Terrasse auch Ihren Erwartungen an die Lebensdauer entsprechen. Deshalb können wir an dieser Stelle die verschiedenen Aspekte nur anreißen, aber die Beratung, etwa durch unsere qualifizierten Fachberater hier in Vaihingen an der Enz, wird dadurch nicht ersetzt. Zum Abschluss möchten wir Ihnen noch ergänzende Informationen mitgeben.

Oberflächenprofil

Rein messtechnisch gesehen, ist eine Terrassendiele mit geriffelter Oberfläche nicht rutschfester als eine mit glatter Oberfläche. Dies liegt in erster Linie am vorgeschriebenen Messverfahren, in welchem nur in Längsrichtung der Diele gemessen wird, wodurch die Riffelung ihre Vorteile quer zur Diele nicht ausspielen kann. Rutschig wird eine Terrasse aber in großem Maße durch eventuellen biologischen Belag wie Moos oder Algen. (Eine regelmäßige Reinigung verschafft hier Abhilfe). 

Glatte Oberflächen überzeugen durch eine ansprechende Optik ähnlich Parkett und bieten überdies den Vorteil, dass sich Schmutz und Feuchtigkeit nicht so leicht festsetzen können. Darüber hinaus lassen sich glatte Oberflächen bei Terrassendielen leichter ölen und reinigen.