HolzLand Schweizerhof
Gebrüder Schweizerhof GmbH & Co.KG
Rieterstraße 63
71665 Vaihingen/Enz
Germany
Email: info(at)schweizerhof-holzland.de
Telefon: 07042 / 9729-0
Telefax: 07042 / 9729-29
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag:
8.00 - 19.00 Uhr
Samstags:
8.00 - 16.00 Uhr
Schausonntag:
Jeden ersten Sonntag des Monats von: 13.00 - 17.00 Uhr
(Keine Beratung und kein Verkauf)

Schnittholz oder Bauschnittholz ist der Überbegriff von Produkten, welche direkt aus frischem Rundholz eingeschnitten (gesägt) werden. Aus den Rundhölzern werden im Sägewerk vorwiegend rechteckige Querschnitte erzeugt. Je nach Größe und Seitenverhältnis unterscheidet man Balken, Kanthölzer, Rahmenschenkel, Latten, Bohlen, Dielen, Bretter und Blockware.
Bei Holzteilen mit einer Dicke kleiner 5mm spricht man von Dickten oder Furnieren. Zur Trocknung wird Schnittholz mit Stapellatten aufgestapelt und entweder im Freien, oder in Trockenkammern getrocknet. Erst danach ist eine Weiterverarbeitung, wie Hobeln, Profilieren oder Keilzinken sinnvoll.
Im Holzland Schweizerhof in Vaihingen, Landkreis Ludwigsburg ist man seit 1871 mit Schnittholz vertraut. Bis in diese Zeit gehen die Holzwurzeln der Firma zurück.
Im Sägewerk wird das Nadelholz-Rundholz aus dem Wald auf die benötigten Längen abgesägt und entrindet. Diese Abschnitte werden nach Holzart, Qualität und Durchmesser sortiert. Dicke Stämme werden meist mit einer Bandsäge aufgesägt. Für mittelstarkes Holz werden Sägegatter in Kombination mit Kreissägen oder Spaner verwendet. Kleinere Durchmesser werden meisten nur noch mit dem Profilspaner bearbeitet. Laubholz-Schnittholz wird in der Regel mit Bandsäge und Sägegatter eingeschnitten. Aus einem Rundholzstamm entsteht durch den Einschnitt eine Vielzahl von Produkten. Aus der Mitte des Stamms werden die Haupterzeugnisse wie Kanthölzer oder Dielen erzeugt. Weiter außen fallen dann die Nebenprodukte wie Bretter oder Latten an.
Im Prinzip entstehen bei der Schnittholzproduktion keine Abfälle. Alles wird verwendet. Die Resthölzer, welche als Sägespäne oder Hackschnitzel anfallen, werden zu Platten oder Zellstoff weiterverarbeitet. Selbst die Rinde wird thermisch verwertet, um z. B. die Trockenkammern zu beheizen.
In der Firma Holzland Schweizerhof wurde am Standort Vaihingen bis 2003 ein Sägewerk betrieben. Das Nadelschnittholz wurde an die umliegenden Zimmereinen und Schreinereien in Vaihingen, Bietigheim oder Mühlacker verkauft. Eiche und Buche wurden bis 2004 in der eigenen Parkettfertigung zu Stabparkett weiterverarbeitet und in den Regionen Pforzheim, Stuttgart und Ulm abgesetzt.
Die Parkettfertigung wurde 2004 nach einem Großbrand im Holzland Schweizerhof nicht mehr aufgebaut
Die Masse der erzeugten Nadelschnitthölzer in Deutschland wird aus Fichte erzeugt, im Schwarzwald aus Tanne. Weitere Holzarten sind die Kiefer, die Lärche und die Douglasie. Andere Nadelhölzer spielen kaum eine Rolle. Bei den Laubhölzern wird in Deutschland die Masse aus Buche und Eiche erzeugt.
Im Sägewerk Schweizerhof wurden zu 100% Hölzer aus den umliegenden Wäldern wie Eiche und Buche aus dem Stromberg oder Schönbuch und Fichte und Kiefer aus dem Stadtwald Vaihingen, dem Hagenschieß und Schwarzwald eingeschnitten.
Die Sortierung von Schnittholz erfolgt nach verschiedensten DIN Normen wie 4074 oder 1052 und den Tegernseern Gebräuchen. In den Normen gibt es fast für alle Bereiche Festlegungen für die einzelnen Güteklassen. So werden Aussagen über Äste, Risse, Harzgallen, Farben und Baumkante getroffen, aber auch über Maße, Toleranzen, Feuchtigkeit, Krümmigkeit, Verwerfung u. v. a .
Die Sortierung kann visuell oder maschinell stattfinden. Beim visuellen Verfahren beurteilt eine Person das Holz nach den einzelnen Merkmalen. Wird maschinell sortiert, wird in einer Maschine die tatsächliche Tragfähigkeit ermittelt, ohne z.B. auf die tatsächliche Astgröße Rücksicht zu nehmen. Es kann also sein, dass ein Kantholz, welches nach visuellen Kriterien einer bestimmten Güteklasse nicht mehr entspricht, diese Güteklasse nach maschineller Sortierung trotzdem erreicht wird. Hier gehen die Vorstellungen eines Kunden und der Sortierung nach DIN oft auseinander, weil gerade die optischen und haptischen Merkmale wie Textur, Farbe, Struktur, Maserung und Geruch nicht berücksichtigt werden.
Alle 15 Mitarbeiter des Holzlands Schweizerhof sind sich dieser Problematik bewusst und verwenden sehr viel Zeit, um dem Kunden die Möglichkeiten und Grenzen von Holz zu erklären.
Kanthölzer werden für Stützen, Träger, Balken, Pfetten und Sparren eingesetzt. Wichtig ist auch der Einsatz im Schalungsbau und im Tiefbau. Kanthölzer nach Liste (Listenbauholz) werden in den projektbezogenen Maßen individuell eingeschnitten. Kanthölzer aus splintfreier Lärche oder Douglasie werden sehr oft als Fußschwellen in Holzhäusern eingesetzt, um auch bei diesen Bauteilen auf einen vorbeugenden chemischen Holzschutz verzichten zu können.
nach oben
Latten werden u. a. als Unterkonstruktion für Dachdeckungen und Fassaden verwendet. Bei ausreichender Trocknung und Beachtung der konstruktiven Regeln der DIN 688002 kann auf einen vorbeugenden chemischen Holzschutz verzichtet werden. Schnitthölzer aus Nadelholz mit ausreichender natürlicher Resistenz ermöglichen eine Verwendung ohne vorbeugenden chemischen Holzschutz auch in höheren Gefährdungsklassen. Latten im Sinne der DIN 4074 beschreibt Schnittholz mit einer Dicke bis 40 mm und einer Breite unter 80 mm. In der Praxis werden am häufigsten die Querschnitte 24 x 48, 30 x 50 und 40 x 60 mm verwendet. Die Festigkeit von Latten wird im Gegensatz zur Sortierung von Kanthölzern bzw. Bretter und Bohlen nur in den Sortierklassen S10 und S13 festgehalten. Die für Bretter und Bohlen abgestimmten Astkriterien führten bei den kleinen Querschnitten zu einem unberechtigt hohen Ausschussanteil. In der überarbeiteten Fassung der DIN 4074 wurden spezielle Sonderkriterien für Latten aufgenommen. (Latten aus Seitenware)
nach oben
Bohlen und Dielen für tragende Zwecke werden hauptsächlich für die Herstellung belastbarer Flächen verwendet (Gerüstbohlen, Laufplanken, Brückenbeläge, Balkone und Terrassen sowie als Auflage über Deckenbalken). Sie werden auch hochkant beansprucht für NagelplattenKonstruktionen und Brettstapeldecken eingesetzt. Im Holzland Schweizerhof werden neben den klassischen Baudielen mit einem Querschnittsmaß von 50x280mm und Längen von 2500 bis 5000mm auch andere Dimensionen wie 30x200, 30x240, 40x200 und 40x240 lagermäßig geführt.
nach oben
Bretter für tragende Zwecke dienen beispielsweise als unmittelbar die Dachhaut tragende und/oder das Dach aussteifende Dachschalung sowie ebenfalls für Terrassendecks und Auflagen. Auch Diagonalschalungen als Aussteifung von Brückenbauten oder räumlichen Tragwerken haben eine praktische Bedeutung. Bretter werden, je nachdem, ob sie aus der Mitte eines Rundholzstamms oder vom Rand stammen, differenziert. Die besseren Bretter sind diejenigen aus der Mitte, weil dort der Jahrringverlauf günstiger ist. Die billigeren Bretter stammen vom Rand (Seitenware). Diese Bretter sind durch die Randlage feuchter und quellen und schwinden stärker. Durch die ehemalige Nähe zur Produktion wird im Holzland Schweizerhof in Vaihingen, Ludwigsburg ein riesiges Sortiment an Brettern bereitgehalten. Von den Breiten 10, 12, 16, 20, 24 und 28 cm sind die Längen 2,50, 3,00, 4,00 und 5,00 m ständig vorrätig, und das in guter luftgetrockneter Qualität.
nach oben
* Bohlen und Bretter sind zudem Vorprodukte für eine ganze Reihe weiterveredelter konstruktiver Vollholzprodukte
Wird mit dem Sägegatter oder der Bandsäge das Rundholz nur in einer Richtung eingeschnitten, entstehen Bretter oder Dielen, an welchen die Waldkante nicht weggeschnitten worden ist. Stapelt man diese Bretter in der richtigen Reihenfolge auf, ist die ursprüngliche Form des Rundholzstammes (Block) wieder sichtbar. Diese Blockware wird heute immer weniger verwendet, weil die Weiterverarbeitung zeitaufwendig und teuer ist. Erzeugnisse, z.B. Tischplatten, welche konventionell aus Blockware erzeugt werden, sind jedoch von allerhöchster unübertroffener Qualität. Der Schreiner kann eine Blockwaren-Diele einzeln beurteilen, schneidet Fehler wie Risse oder Äste heraus und verleimt diese wieder.
Weil das Holz aus einem Stamm kommt, sind die Maserung, die Farbe und die Textur sehr einheitlich. Zur Erzeugung von Blockware werden nur die besten Rundhölzer (Erdstämme) verwendet. Dieser unterste Stammteil eines Baumes hat die größte Dicke und den größten astfreien Zuwachs.
nach oben